Einig, so richtig einig, sind sie sich nur selten, der Herr Ring und die Frau Weyers.
Er steht auf Paul McCartney.
Sie war immer schon John Lennon Fan.
Er versorgt zwei Langhaarkatzen, sie ein Kleinkind.
Das sagt doch im Prinzip schon alles.

Früher konnten sie ihre Unterschiedlichkeiten im Rotwein ersäufen.
Aber das geht jetzt nicht mehr.
Frau Weyers muß immer so früh raus und Herr Ring merkt, dass er älter wird.

Doch zum großen Vergnügen des Publikums raufen sie sich zusammen.
Freundlich aber bestimmt testen sie die Schmerzgrenzen aus
(ihre ist bei Tokio Hotel definitiv erreicht, seine noch lange nicht...)
Und wenn sie dann doch was finden, wofür ihr Herz gemeinsam schlagen kann (Himbeereis im Park, Sicherheitsverwahrung für Herrn Koch oder tausend Seiten James Joyce in drei Minuten), dann freuen sie sich blöd und singen wunderschöne Lieder. Jeder für sich und beide zusammen.

Frau Weyers und Herr Ring tun, was sie wollen.
Frei nach dem Motto:
„Man muß nicht verheiratet sein um sich wie ein altes Ehepaar zu fühlen“
führen sie durch einen Abend voller Witz und Wonne, Piano und Poesie.
Vom Ich zum Wir und wieder zurück. Sozusagen.